Budapest Marathon - Report 2/3: The Weather.

October 12th, 2008

lies zuerst Teil 1: The Arrival.

Der wichtigste Schlaf vor einem Marathon ist jener in der zweiten Nacht davor. Kaum verwunderlich, dass ich nach all dem in selbiger so gut wie nicht geschlafen habe. Auf ganze 2h im Morgengrauen bin ich gekommen.

Am nächsten Tag waren die Beine schwer - Krämpfe in den Waden und Oberschenkeln wechselten sich ab. Stress, zu viel unterwegs. Worst Case. Allein, dass es meinem Vater ähnlich ging, konnte mich ein wenig trösten.


Kalt, windig, nass - was will man mehr?

Aber es sollte noch schlimmer kommen. 24h vor dem Marathonstart war es kalt und regnerisch in Budapest. Und windig! Noch dazu wurde das Zentrum weitläufig abgesperrt.

Und wenn ich weitläufig schreibe, dann meine ich das auch so. Die Metro, welche uns zu dem Heldenplatz bringen sollte, wurde geschlossen, ganze Straßenzüge abgesperrt, tausende schwerbewaffnete Polizisten positioniert:


Herr S. läuft in Budapest - doch soviel Aufwand wäre doch nicht nötig gewesen …


Starship Troopers (oder wie die heißen) sind Kinderspielzeug dagegen.


Kein Durchkommen.


Alle Parallel- und Seitenstraßen: dicht.

Und das alles weil ich meinen 3. Marathon laufe? Dabei bin ich doch extra inkognito angereist …

Ein Gespräch mit dem Verantwortlichen, dass dies alles doch nicht nötig gewesen wäre und ich nicht auf soviel Sicherheit bestünde, wurde verwunderlich und sehr rabiat beendet:


Böse Blicke und hektische Telefonate: Irgendwie wurde ich wohl missverstanden …

So langsam dämmerte mir, dass der Grund für das ganze Aufgebot nicht in der Anwesenheit meiner Person begründet liegen sollte …


Und das alles also nur wegen den paar Hanseln?


Logo der Demonstration.

Vielmehr demonstrierten Kommunisten, Homosexuellenverbände und Juden gegen die zunehmend rechte Gewalt in Ungarn. Und das war wohl so heikel, dass man halb Budapest absperrte. So viele gefährdete Minderheiten auf einem Haufen. Sicher ist sicher.

Und das war womöglich auch gut so - denn unter den Marathoni, die einen Tag vor ihrem Marathon deretwegen durch halb Budapest laufen mussten, hätten jene Minderheiten wohl wenig Zuspruch gefunden …

Von der Demonstration selber bekam man daher nur sehr wenig mit, denn alle Seiten- und Parallelstraßen zum Demonstrationszug waren abgeriegelt. Was auch für uns bedeutete, dass wir ohne Metro, die ja geschlossen war, über Umwege zu Fuß (wer hätte das gedacht!?) zum Race Center im Nord-Osten Budapests finden mussten. Dass es dabei kalt, nass und insgesamt ungemütlich war, sollte dann noch das i-Tüpfelchen sein. Und ich dachte, schlimmer könne es nicht mehr kommen …


Endlich im Race Center angekommen: Unterschrift und Startnummer.


Trostlos nasskalt: Und hier soll ich also morgen loslaufen?

Obligatorisch und deshalb eigentlich kaum erwähnenswert, dass auch der Rückweg ins Zentrum ohne Metro, per Umwege (wegen den Absperrungen) und freilich zu Fuß von statten gehen musste. Eigentlich hatten wir an jenem Tage, keine 12h vor dem Start schon unseren Marathon hinter uns. Durchgefroren, erschöpft und mit schweren Beinen betete ich, den Marathon einfach nur noch durchzuhalten. Meine Zielzeit von 4h schien nunmehr unerreichbar.

Die Schmerzen in den Beinen nahmen zu und ich hätte keinen Cent auf mich gewettet, den Marathon zu bestehen. 1 Jahr Training, 1500 km in den Beinen. Wofür? Alles, um es zwei Tage vor dem entscheidenden Lauf durch so viel Mist und miserablen Umständen zu zerstören? Panik.


Rückweg: Immer schön am Zaun entlang. Zu Fuß. 12h vorm Start.

Erschöpfte Beine, Krämpfe, die Vorraussage, dass der folgende Tag bei viel Wind nicht wesentlich wärmer werden sollte und die unausgeruhte Gesamtverfassung, welche in Panik zu münden schien, ließen mich auch die letzte Nacht kaum schlafen. Zweckoptimismus machte sich breit - schlimmer könne es ja nicht mehr kommen.

Worst as worst can be.

to be continued … morgen Teil 3: The Race.

Sorry!

September 17th, 2008

Dass es hier derzeit so wenig Input gibt. Ich bin derzeit in der Republik unterwegs und komme selten ins Netz und um Schreiben. 

Grad bin ich in Düsseldorf und am Freitag fliege ich nach München. Nächste Woche wieder Berlin

 

Na endlich: facebook verklagt studiVZ!

July 19th, 2008

Da biste mal den ganzen Tag mit deinen Kindern unterwegs und dann kommste nach Hause und dein gesamter Bildschirm blinkt, weil dir Freunde via ICQ, Skype, Twitter und Email ein und die selbe Nachricht mitteilen wollen:

facebook verklagt studiVZ!



Wörtlich heißt es etwa bei Heise:

Facebook verklagt studiVZ und “wirft ihm vor, mit Design, Features und Diensten geistiges Eigentum kopiert zu haben.”

(…)

Auch habe studiVZ “ohne Erlaubnis auf Facebooks Computersysteme zugegriffen, um sich unrechtmäßig Daten zu verschaffen.”

Wie die Financial Times schreibt, hat facebook eine 116-seitige Klageschrift eingereicht, in der es u.a. heißt:

“Ein großer Teil des Erfolgs - wenn nicht der gesamte Erfolg - von StudiVZ ist dem Kopieren und dem Missbrauch von Facebooks geistigem Eigentum geschuldet.”

(…)

“Wir sind enttäuscht, dass StudiVZ sich unrechtmäßig unserer Kreativität und Innovation bedient.”

Facebook verklagt studiVZ auf Schadenersatz - dessen Höhe - zumal man in den Staaten klagt - indes weitaus höher liegen dürfte, als Holtzbrinck für studiVZ gezahlt hat.

Die passende Gruppe ist auch schon gegründet worden - bei facebook natürlich:


Alles zur Klage, Infos und Quellen: facebook Gruppe

Vielleicht hätte man bei studiVZ mal jemanden fragen sollen, der sich mit damit auskennt

NYblog lesen, eher wissen.

Gleich gilt nicht nur für den Plagiatsvorwurf bzw. das Urheberrecht, sondern auch für Trends und Zahlen, wie BlogWave jetzt auch via GoogleTrends eindrucksvoll bestätigt:


Quelle: BlogWave

Hör’ ich da was …? Tick, Tack, Tick, Tack …

Morgen dann die Auflösung, warum facebook bis zum jetzigen Zeitpunkt gewartet hat!

My Day.

June 17th, 2008

12 km Lauf.
Schlüssel unterwegs verloren.
Schlüssel wieder gefunden.
Letzten 3 km Sprint zu You Only Live Once in Bestzeit 12:17 min gelaufen.
Die Vermessung der Welt an der HU gelesen.
Wolgang Thierse getroffen.
Mit spanischen Ärzten unterhalten.

Wer will schon arbeiten?

Berlin!

May 4th, 2008

So, erstes Post aus Berlin.

Bin zwar schon seit Freitag an der Spree und hab’ auch schon die Wohnung. Ich war bisher in selbiger (in der Wohnung, nicht in der Spree) nur sporadisch und schlafe erst kommende Nacht zum ersten Mal hier, da die vergangen zwei Tage viel unterwegs.

Später mehr!

Projekt 1: Ich schreib’ dann ma.

April 12th, 2008

Nachdem Projekt No. 3 ja schon bekannt ist, wird es Zeit, die No. 1 vorzustellen:

Nach Abgabe meiner Diplomarbeit kam der vwh-Verlag auf mich zu und bot mir an, meine Studie zu verlegen. Die letzten Monaten drehten also neben Unterrichten, Marathon Training und Aufenthalten in Deutschland um die Erstellung der Buchversion. Umschreiben, Löschen, Neuverfassen. So ein Verlagslektor kann sehr stressig sein … aber alles in allem war es ein sehr gutes und professionelles Arbeiten.

Vorwort

Der Demokratie immanent ist die Gewaltenteilung. Unlängst wurden Legislative, Judikative und Exekutive durch eine vierte Gewalt – die Presse – erweitert. Doch wer kontrolliert die Presse? Können einzelne Menschen oder Gruppen ihre Stimmen gegen die Meinungsmacht der Massenmedien erheben? Dieses Buch, entstanden aus einer Diplomarbeit am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der TU Ilmenau, geht empirisch der Frage nach, ob Weblogs jene fünfte Gewalt entfalten können.

Danken möchte ich allen beteiligten Blog-Schreibern und -Lesern, ohne deren Mithilfe diese Studie nicht zustande gekommen wäre. Meinen besonderen Dank möchte ich den Helfern und Unterstützern Rahel Aebischer, Annelie Hanf, Annelie Prozell, Oliver Lambrecht, Tilo Probst, Paul Schneider sowie meinem Lektor Werner Hülsbusch aussprechen.

Madrid, im März 2008
Tino Seeber


Tino Seeber: Weblogs - die 5. Gewalt? - vwh Verlag

Klappentext

In den vergangen Jahren hat sich das Phänomen des Bloggens in Deutschland stetig weiterentwickelt. Neben einer Übersicht zu den aktuellen Forschungen bezüglich dieses neuen Kommunikationsmediums, der Nachzeichnung seiner Entwicklung und der grundlegenden Darstellung technischer Hintergründe widmet sich diese Arbeit im Kern der Frage, inwiefern Weblogs als neue Form des Publizierens zu einem emanzipatorischen Gebrauch führen.

Ausgehend von dem Uses-and-Gratifications-Ansatz, den Arbeiten Berthold Brechts und der Medientheorie Hans Magnus Enzensbergers sowie auf der Basis einer standardisierten Online-Befragung deutschsprachiger Blogger und Blog-Leser entsteht ein umfassender Einblick in das emanzipatorische Rollenverständnis der Blogger sowie die Nutzungsmerkmale der Weblog-Rezipienten im Vergleich zur klassischen Mediennutzung.

Inhaltsverzeichnis

Der vwh-Verlag ist übrigens Medienpartner des eduCamps an der TU-Ilmenau (18-20. April). Da werden sich sicherlich viele freuen, mein Buch dort kaufen zu dürfen … haha!

Für meine spanischen Freunde, die mich immer fragen, über was ich da eigentlich geschrieben habe, gibt’s hier eine kurze Zusammenfassung auf spanisch:

Nun sind die Projekte 1 und 3 bekannt. Fehlt noch No. 2. Selbiges befindet sich auf der Zielgeraden - Deadline ist ja Juni

Das etwas andere Bilderrätsel! Neues Bild I°

April 1st, 2008

Der eine oder andere wird sich schon gefragt haben, weshalb er denn der Herr S. seinen nächsten Ort freiwillig verrät - wo es doch immer Bilderrätsel aus den Städten gibt, in denen S. unterwegs ist.

Nun, die Frage sei einfach beantwortet: Weil ich etwas Besseres habe - das etwas andere Bilderrätsel!

Die kommende Woche wird täglich ein Teilbild geben. Wer zuerst das große Ganze errät, darf sich was wünschen!

So viel sei zum Anfang verraten - es handelt sich um das erste von 3 Jahresprojekten, welches Ende kommender Woche fertig sein wird! :)

Was ist das?

Das ultimative Städte-Bilderrätsel!

March 20th, 2008

Bildungsreise in Deutschland.

Zugegeben, diesmal einfach - zumal meine Leser gebildet sind.

Für die Leserinnen hingegen eine knifflige Angelegenheit …



Das Schloss.

Hier wohnten gleich zwei bekannte Maler: Vater und Sohn.

Und hier ein Schreiberling.

Hier der mein Lieblingsschriftsteller. Welcher?

Tja …

Hintenrum: Weil’s die beiden sonst immer nur von vorne gibt.

In welcher deutschen Stadt der Kultur war Herr S. unterwegs?

Mehr Städt-Bilderrätsel gibt’s hier.

Deutschland!

March 15th, 2008

Unterwegs!

Seit Mittwoch in D.dorf. Gestern in HH. Leider diesmal ohne Bilderrätsel, da ich nur durchgefahren bin. Freiwillig steige ich doch nicht in HH aus!

Unterwegs!

February 29th, 2008


Deals.

Morgen Später mehr.

Hart!

January 26th, 2008

Ich war die Nacht mit ‘nem Freund unterwegs, als er mir gestand: “Ich war mal mit ‘ner Nymphomanin zusammen, hab’ sie aber nie flach gelegt”.

Guter Junge - bloß nicht klein beigeben!

Herr S. unterwegs … Update II.

August 14th, 2007

… und diesmal kriegt Ihr raus, wo ich bin. Nicht mal Dirk!

Also … jene Stadt ist relativ große Stadt - also mehr als 150.000 Einwohner. ‘Ne Uni gibt’s auch und ein bekannter Dichter lebet hier.

Die Menschen hier sind .. Naja, ein wenig prollig. Blond und übermäßig braun gebrannt. So wie die Menschen, ist die ganze Stadt - man zeigt gern was man hat, auch wenn’s unnatürlich wirkt. So fiel mir auch, dass die Stadt kaum alte Gebäude besitzt - vielmehr wird ein Prestigeobjekt samt Glasfassade nach dem anderen hochgezogen.

Auch wenn die deutschen Mädels an sich schon langweilig sind, so sind die hiesigen die Krönung. Sie scheinen gleich aus einer Presse zu stammen - blond und Pferdeschwanz. Gäähn.

Demnächst folgen Bilder - zur Hilfe. Denn Ihr erratet eh nie wo ich bin!

Update 1:

Na, noch nicht rausgefunden …? Hier die ersten beiden Bilder …



‘n Turm gibt’s …


… und Wasser auch

Update II: Und noch mehr Bilder …






Herr S. unterwegs …

August 5th, 2007

Und diesmal kriegt Ihr es nicht raus!

Laut einer Studie, leben hier die glücklichsten Menschen. Ok - kann schon mal nicht der Osten sein.

Jene Stadt nennt sich auch die Friedensstadt …

Und?

Herr S. unterwegs …

August 2nd, 2007

Das ultimative Städte-Bilderrätsel-mit-Bindestrich ist wieder da:

Weil meine Leser jedoch zu schlau und gebildet sind, wird’s schwieriger!

In welcher Stadt ist Herr S.?


Tipp: Is ‘ne Burg auf’n Berg!


Stadt von Oben - inkl. Twin Towers (Tipp: es ist nicht NY!)

Herr S. unterwegs … Ilmenau.

July 31st, 2007

6 Tage Ilmenau. 5 Tage davon hat’s geregnet, wie bereits berichtet.

Dies und vieles andere erklärt, weshalb die Menschen dort ständig so mies gelaunt, trübe und depressiv drauf sind. Es erklärt auch, warum sie jemanden, der im sonnigen Spanien lebt, so hassen können.

Dass man mit der Oma unterwegs bei dem Dauerregen Unterschlupf im McDonald’s sucht, wo man die ansässigen Hartz IV Empänger, Elektrotechniker und den Rektor der TU Ilmenau beim Burgeressen trifft, mag da kaum noch wundern …

Nach einem Jahr Spanien - einem Jahr Madrid ist Ilmenau nur ein Schock.

Nazis und Burschenschaften gibt es noch immer.

Und drüber geschiegen wird ebenso.

Es hat sich nichts geändert.

Nur einen Namen kennt jetzt hier jeder.

Herr S. unterwegs …

July 30th, 2007

Nach Düsseldorf ging’s in mein Lieblingsort. Und wie immer gibt’s bei Rundreisen das Städte-Ratespiel:

Wo war ich?

Hier ein paar Hinweise:

Von 6 Tagen hat es 5 Tage geregnet.

Und die Schranken waren unten.

Die meisten Leute sind deswegen dort ständig mies drauf und depressiv.

Oder Hartz IV.

Oder in ‘ner Burschenschaft.

Und, erratet Ihr es?

MacBook - Der Switch.

March 14th, 2007

oder: Das Suchen hat ein Ende.

Früher oder später kauft ihn sich jeder - einen Notebook. Mit der Kraft von zwei Kernen sind sie mittlerweile so performant wie ein Wohnzimmer-PC und gleichzeitig sehr handlich und tragbar - für unterwegs und für das Portemonnaie. Den richtigen Notebook zu finden - so dachte ich - ist allerdings ein schwieriges Unterfangen angesichts der unüberschaubaren Produktvarianten, die der Markt derzeit raushaut. Meine Wahl fiel, nachdem ich so ziemlich alle namhaften Hersteller von Laptops abgeklappert habe, auf Apples MacBook. Und warum ich mir die lange Perzeptionsphase hätte sparen können, schildere ich anhand meiner ersten Erfahrungen, die ich mit meinem neuen, kleinen, putzigen MacBook gemacht habe.

Umstieg

Meine Diplomarbeit wartet darauf geschrieben zu werden. Ich stehe bereits in den Startlöchern. Was fehlte, war das geeignete Arbeitsgerät. Eigentlich wollte ich mir einen Windows-Notebook kaufen. Man hat sich doch an die Macken in den letzten 15 Jahren gewöhnt und so schlecht ist das Windows auch gar nicht, wie vor vor allem die Apple-Jünger behaupten. Naja, kommt wohl darauf an, was man gewöhnt ist. Und Windows-Benutzer sind bekanntlich einiges gewöhnt. Richtig bewusst wurde mir, womit ich mich jahrelang habe freiwillig quälen lassen, nachdem ich zwei Stunden mit dem MacOS X zugebracht hatte. Wie Schuppen aus den Haaren fiel mir die Erkenntnis, dass Windows vor allem für Fakire sehr geeignet ist.

Entlarvt
Doch bevor ich überhaupt - für mich das erste Mal - das Mac OS X bestaunen durfte, befreite ich meine Errungenschaft erstmal aus dem schnöden Pappkarton. Zum Vorschein kam die eigentliche Verpackung des MacBook: eine schmale, aktenkofferähnliche Pappschachtel mit Plastikgriff. Mein Verdacht, dass unter Steve Jobbs sehr, sehr kompetente Produktdesigner arbeiten, wird sich noch erhärten.

Die schlichte, locker-luftige Aufmachung des Apple-Kartons mit dezentem Farbeinsatz und sympathischer Zurückhaltung bei den Produktmerkmalen war ein erster Hinweis darauf. Ich öffnete die Schachtel und nahm mein MacBook zuerst auf ungewöhnlichem, olfaktorischem Wege wahr. Klasse Idee, seinem Produkt eine individuelle, nicht unangenehme Duftnote zu verpassen, denn Duftabdrücke bleiben lange Zeit im Gedächtnis.

Nicht weniger erfreulich waren die ersten haptischen Eindrücke. Sehr schlank - so wie ich es mag :-) - gerade genug Gewicht, um dem Ausspruch: „Wenn‘s schwer ist, ist es auch wertvoll.“ genüge zu tun. Kurzum: Fühlt sich gut an. Am meisten war ich allerdings vom visuellen Eindruck angetan. In allen Positionen und aus allen Perspektiven, von vorn, von hinten, von unten, oben, von der Seite und aus der Nähe macht das kleine Schwarze eine sehr ästhetische Figur.

Selten zuvor habe ich so schlichtes wie zweckmäßiges Design gesehen. Kein Lämpchen zuviel, keine nutzlosen, hässlichen Aufkleber, wie man sie von fernöstlichen Pendants zu verabscheuen gelernt hat. Keine unnötigen Knöpfe, die einem besonderes Können vorgaukeln, letztendlich aber nur der gescheiterte Versuch der Produktentwickler sind, mit minimalen Einsatz von Bedienelementen größtmöglichen Bedienkomfort zu erreichen.

Bedienung? Kinderleicht!
Das MacBook meistert diese Aufgabe. Man merkt, dass sich Apple - gewissermaßen - an der Natur bei der Evaluierung ihrer Produkte orientiert. Wir sind der Natur entsprungen und begegnen unbekannten Problemstellungen meist instinktiv. Apple trägt diesem Habitus des Menschen damit Rechnung, dass es - simpel ausgedrückt - das MacBook so einfach wie möglich gestaltete.
Wie öffne ich mein Notebook? Einfach aufklappen. Wie schalte ich das Teil an? Es gibt nur einen Schalter, der dafür in Frage käme, also drück drauf. Wo schließe ich meine zusätzlichen Geräte wie Maus, Netzwerk und USB-Teile an? Nein, du brauchst Dein Laptop nicht von allen Seiten anzuglotzen, wie ein Schwein ins Uhrwerk. Alle Anschlüsse sind auf der linken Seite platziert. Ich erinnere mich noch zu gut an die Sucheskapaden, die ich durchlitt, als ich den USB-Anschluss meines damaligen IBM ThinkPads seiner Bestimmung zuführen wollte, der dies aber durch sein super Versteck erfolgreich verhinderte und meine Nerven damit unnötig strapazierte.

Einmal Hochfahren bitte!
Der Boot-Vorgang eines Apple-Computers ist sehr viel mystischer als der eines gewöhnlichen Windows-Rechners, der uns mit viel Zahlengedöns über seine inneren Werte aufklärt und damit eher eine kühle Distanz zum Nutzer schafft. Der Mac hüllt sich an dieser Stelle gekonnt in Schweigen. Der Vorteil für mich: Der Start vollzieht sich allein wegen der unterlassenen Zurschaustellung von Taktfrequenzen, code pages und Befehlsstapeln, zumindest gefühlt, dreimal schneller als Microsofts Hochfahrerei.

Auf dem Desktop-Bildschirm angekommen und nach einigen Minuten Rumprobierei wird eines sehr klar: MacOS X und Windows sind nicht artverwandt, haben auch keine gemeinsamen Vorfahren und unterscheiden sich maßgeblich. Hält sich der Mac zurück und wartet auf das Stöckchen, welches ihm Herrchen zuwerfen wird, so hat Windows seinen Deliquenten bereits mit zig Informationen, Windows-Tour-Anbiederungen und weiterem Gelaber bombadiert.

Die Ära des Suchens ist mit meinem Totalumzug zu Apple der Epoche des Findens gewichen. Über 2.000 E-Mails galt es zu ordnen. Eine Aufgabe, die mich etwa eine Stunde kostete. Im muffigen Windows-Gemäuer hätte ich dafür mindestens doppelt so lange gebraucht.

Mehr Sein als Schein
Die Hochzeit von tadellosem, zeitlosem und unglaublich sexyem Design mit der intuitiven, pragmatischen Bedienung ist alles andere als eine Vernunftehe. Diese Kombination ist pure Leidenschaft. Der Mac ist eine friedvolle, genügsame, Freude bereitende Symbiose aus allen Software- und Hardware-Komponenten. Alles fühlt sich irgendwie organisch, zusammengehörig an.

Ich ertappe mich schon bei dem Gedanken, meinem „Kleinen“ einen Namen zu spendieren und ihn so zu höherer Persönlichkeit zu verhelfen - verdient hätte er es. Normalerweise gebe ich nicht mal meiner Katze einen Namen, sondern nenne Sie einfach Miez Miez.

Ein weitere für mich ungewohnter, aber längst notwendiger Schritt ist, mein Computer-Bedien-Repertoire um Tastenkombinationen aufzustocken und so die Arbeit zu beschleunigen. Die auf das Nötigste getrimmte und filigrane MacBook-Tastatur gepaart mit Hinweisen zu Tastenkürzel auf dem Schirm sind die beste Einladung dafür.

Und ein sehr netter Nebeneffekt ist: Mit neuen Tastenkürzeln kann man unter Apple-Kollegen protzen: Ey, kennste den schon: „Apfel“ + „Esc“? Nee! Was macht‘n der? Damit rufst Du das Front-Row-Menu auf, welches Du sonst nur mit der beiliegenden iPod-ähnlichen Fernbedienung aktivierst. Bei dieser imposanten Animation lässt der Intel Core 2 Duo seine Muskeln spielen, so mühelos wie die Fenster vom Auge des Betrachter wegtänzeln, um im nächsten Augenblick wieder zu erscheinen.

Fazit
Apples Entscheidung auf Intel zu setzen scheint eine Richtige gewesen zu sein. Vorbei ist die Zeit in der höchstens Mutmaßung darüber angestellt werden konnten, ob nun der Mac oder der Andere schneller sei. Mit Intels Prozessor unter der Haube sind alle Schwächen und Stärken offengelegt. Laut Papier bringt der Prozessortyp T7700 mit 2 GHz und 4 MB Level-2-Cache den MacBook auf Trab - in Automobilkreisen könnte auch von Biturbo die Rede sein. Von Schwäche also keine Spur. Pah, zu solcher Leistung sind doch schon weitaus günstigere Windows-Kisten imstande, werden manche frötzeln.

Nun, Notebooks mit genau dieser Konfiguration sind höchstens - ich schätze jetzt ins Blaue hinein - 300 Euro billiger. Für diese 300 Euro erkauft man sich bei Apple lange Akkulaufzeit, salonfähiges Design, stilles Arbeiten - das MacBook ist so leise, dass es mir erst auffiel, als mich ein Freund darauf hinwies - und, und, und. Die Liste ist lang. Es gibt noch etliche weitere Highlights, die den Benutzer eine Freudenträne nach der anderen vergießen lässt.

Mein Tipp: Probiert es einfach mal aus und Euer Abschied von Microsoft wird besiegelt sein. Der einzige Grund, weshalb ich meinen Desktop-PC von nun an einschalten werde, sind Spiele. Und der einzige Grund meinen Mac anzuschalten: spielen. Arbeiten hat noch nie so viel Spaß gemacht!

Frauen halt.

January 15th, 2007

Und ihr fragt Euch wirklich, weshalb Frauen keine Führungspositionen bekommen?

Vielleicht sollten sie zwischen ihrem Gequatsche mal arbeiten …


via stoibär und andi

Black Beauty - 1 Day.

December 12th, 2006

Also das Baby ist in Madrid angekommen. Und war heute auch schon vor meiner Wohnungstür. Herr S. - täglich 12-14h unterwegs, war natürlich nicht da. Der Portier sollte es eigentlich entgegen nehmen - hat irgendwie nicht geklappt. Spanien eben.

Jetzt schlummert es hier ganz in der Nähe im Depot und wird morgen noch einmal angeliefert. Spanientypisch konnt eman mir keine genaue uhrzeit nennen, wann es denn geliefert wird - ja nich einmal eine Zeitspanne zu nennen, ist möglich. “Irgendwann morgen” heißt es lapidar. Ja sind wir denn im Osten, wo jeder Hartz IV Empfänger zu Hause sitzt?

Wollen wir hoffen, dass der Portier es morgen entgegen nimmt.

Black Beauty - Cuenta Atras.

December 2nd, 2006

Black Beauty ist in Köln angekommen und wurde von taNkiE auch gleich weitergeleitet gen Madrid:

Ok, Spanier sind ja für gewöhnlich etwas langsamer … ich bleibe also realistisch und rechne damit, dass es von Köln nach Madrid länger braucht, als von Asien nach Deutschland. Sobald mir taNkiE mir die neue Trackingnummer mitteilt, weiß ich mehr …

tanKiE: Überraschung, grad angekommen.. schicke es jetzt weg. musste es umpacken, da die tasche in nem extra karton kam. das mb hab ich nicht ausgepackt… gute reise, black beauty…
vamos a madrid!

Black.

November 30th, 2006

In der Cafeteria:

Pablo (mx): Wieso trägst du in letzter Zeit so viel Schwarz?

Herr S.: Na, weil Künstler nunmal schwarz tragen.

Aber der wahre Grund ist, dass ich mich schon mal auf die Ankunft der Black Beauty vorbereite. Gestern ist sie endlich in Holland ingetroffen. 6 Tage hat’s gedauert aus Asien. Man könnte das Gefühl haben, die haben’s mit ner Kutsche vorbeigebracht.

Heute wird’s noch nach Deutschland ausgeliefert. Dort wird taNkiE es kurz in ihre Obhut nehmen und dann nach Madrid weitersenden.

Ich zähl’ schon mal die Stunden.

Unterwegs.

November 24th, 2006

Black Beauty esta en camino.


cuenta atras.

1.111 Artículos y Weinschenker.

October 31st, 2006

Hallo Tino,

es hat länger gedauert, aber heute war ich mit meiner Freundin in Köln und sie hat mich mit dem Ausdruck vor dem Dom fotografiert.

An diesem Ort sind ja immer eine Menge Touris unterwegs und Dein PDF zog die Aufmerksamkeit einer etwas größeren spanischen Reisegruppe (~20 Leute) auf sich. Deswegen schaue ich etwas verlegen drein. Ich musste denen dann erstmal erklären,

* dass ich kein Spanisch spreche (hat etwas gedauert)
* warum ich dann ein Blatt Papier mit spanischer Aufschrift mit mir rumtrage
* was genau NYBlog.de ist (”das beste Deutsche Weblog und es kommt z.Zt . aus Ihrer Heimat”)
* was ein Weblog ist,
* wer Herr S. ist.

Diese Aktion hat heute also wieder zur Völkerverständigung beigetragen. Leider haben wir vergessen uns alle gemeinsam zu fotografieren.

Viele Grüße
Jan


Jan (D).

Qué Guay! Muchas Gracias!

Mitmachen?

Vielleicht ist jemand zufällig grad beim World Trade Center der Freiheitsstatue oder bei den deutschen Truppen in Afghanistan?

Zum anziehen.

September 9th, 2006

Oder ausziehen …

meine Erasmus Shirts ohne Bindestrich sind unterwegs.


Auch für Mädels.

Madrid - Vivir.

September 5th, 2006

Da immer wieder Fotos aus Madrid gewünscht werden, war ich gestern wieder unterwegs mit der Cam. Gleichzeitig fing gestern auch die Uni an. Naja, typisch spanisches Chaos eben. Aber dazu später mehr.

Hier erstmal die Bilder unserer Wohnung. Am Wochenende ist dann auch Georg aus Oldenburg eingezogen. Ich hoffe wir werden mehr Spanisch als deutsch miteinander sprechen - wenn ich ihn mal wieder sehe. Seit seinem Einzug habe ich ihn nicht wirklich gesehen … ich glaub’ er wollte was trinken gehen … Erasmus eben.

Mittlerweile bin ich ganz froh über mein Zimmer im Osten Madrids - jetzt, wo ich schon ein paar Behausungen der anderen Erasmus Studenten ohne Bindestrich gesehen habe. Teurer, Kleiner, Dunkler. Da haben wir’s hier ganz gut.


Ich hoffe, ich kann hier an der Uni auch wieder Badminton spielen …


Wohl die einzige Jungs-WG mit Bindestrich und Pflanzen.


Balkon mit Aussicht auf Madrid City.

Die Küche gab’s bereits zu sehen.