Tripping II.
Wie versprochen gibt’s heute die Fortzsetzung.
Mit Christian, Karo, Elli, Dana und Maike, die am ersten Abend nie Cola Light trinkt, sich dafür aber als Expertin in Sachen Chips outen sollte, ging’s erstmal in ‘ne Tapas Bar im La Latina Viertel. Um 22:30 Uhr wollten wir weitere deutsche Erasmus-Studenten mit Bindestrich auf der Puerta del Sol - direkt am Kilómetro Cero treffen, um am so genannten Pub Crawl MadRide teilzunehmen. Kurz vorher bin ich noch Tilo aus Landshut und Jan aus den Niederlanden im Los Amigos abholen gegangen.
Die Nacht war lang und nach 4 Bars und einem Clubbesuch ging’s gegen 4 Uhr für Tilo, Jan und mich nach Hause. Naja, für die beiden in Ihr Hostal Los Amigos - für mich nach Las Ventas. Leider fährt die erste Metro jedoch erst 6:00 Uhr. Beim Los Amigos gehöre ich ja schon fast zum Inventar, weshalb ich mir dort auch ein Bett suchen wollte. Waren alle jedoch besetzt. Ging’s also wieder raus. Noch 1,5h bis zuer ersten Bahn nach Hause. An der Metro Station Ópera hab ich mich solange auf ‘ne Bank gelegt und bin direkt eingeschlafen. Jedoch nur 30 Minuten.
Wach werde ich, als ich ‘ne Hand in meiner rechten Hosentasche spüre: Was ja sonst ganz schön sein kann, wirkte auf mich jedoch in dieser Situación reichlich surreal. Es hat, glaub’ ich, ‘n paar Sekunden gedauert bis ich’s kapiert habe.
Drei Typen fragen mich: ¿Tienes algun?. Wenigstens english hätten Sie fragen können, wenn sie schon (scheinbar) ‘n Tourist ausnehmen wollen! Im besten Ossi-Slang mit Bindestrich versuchte ich ihnen klar zu machen, dass man als Ostdeutscher Hartz IV Empfänger “nüscht” hat. Was in jener neuen Teilrepublik jedem direkt eingeleuchtet hätte und in Westdeutschland nur heuchelnd betroffenes Kopfnicken hervorgerufen hätte, sollte jedoch hier in Madrid vergebens sein.
Erst der spanische Imperativ und die Schimpfwörter jener Sprache sollten Wirkung zeigen.
Richtig Spanisch lernst du morgens 5:00 Uhr
Es war noch ‘ne Stunde bis die erste Metro über die Gleisen rollt. Mit Juan-Carlos, einem Kellner, der noch kein Bock hatte nach Hause zu gehen, kam ich dann noch ins Gespräch über seine Arbeit, Madrid und Spanien. Gegen 5:30 Uhr gehen ganz Madrid die Springleranlagen ohne Bindestrich an. Pech, wenn man grad auf ‘ner Bank neben ‘ner Grünfläche sitzt.
Pünktlich 5:55 Uhr öffneten sich dann die Tore zur Metrostation.
Nach Hause.
Filed under Erasmus |7 Responses to “Tripping II.”
Leave a Reply





















nach dem teaser hatte ich ja zumindest einmal die erwähnung eines rauschmittels erwartet. glück gehabt?! ich weiß ja nicht.
wozu der ossi slang alles gut ist… offenbar nicht nur zur belustigung der wessis (ja! schlagt mich!) aber alles in allem klingt das alles verdammt nach erasmus.
da du sicher l’auberge espanol gesehen hast: ist dir aufgefallen, dass der film eu/erasmus-finanziert ist, sich aber meistens um party dreht? dank mal drüber nach *g*
Und ich warne noch…
Ein kleiner Tip von einer Ex-Madrilena:
Taxi fahren ist in Madrid vergleichsweise günstig und man lernt ganz schnell soviele “Fachbegriffe”, dass man bei der nächsten Fahrt nicht mehr beschissen wird :)!
Mein 2. Tip: Nie im Laufen SMS schreiben, weil dann Handy weg!
Neben der leichten Anfälligkeit zur Kriminali und Grummelei in der Metro sind die Madrilenos sehr nette Menschen.
Sta Logo und Suerte
Rauschmittel? Das kann ich doch hier nicht schreiben!
Das mit Wessi hättest du nicht sagen sollen, jetzt besucht keiner mehr dein Blog. Oder erst Recht? ;-)
macht doch eh keiner ;-)
Kriminalität wollte ich schreiben, sorry.
jetzt haben wir schon zwei Tilos und einen Tino hehe.
yup. der thilo wird aber mit “h” geschrieben hab ich nun erfahren …