Budapest Marathon - Report 1/3: The Arrival.
Und wie war’s?
Depends. Lange Geschichte. Also fang’ ich mal an … heute Teil 1 von 3.
Am Tag der Deutschen Einheit verließ ich selbige. Also die Deutsche Einheit - Deutschland eben. Per Flugzeug gen Osten nach Budapest. Der Letzte 20km Trainingslauf sowie eine lockere Intervalleinheit in der Woche vor dem großen Lauf liefen sehr gut. Mental und physisch in Topform - auch wenn mein Biorhythmus (Nullpunkt bei allen Linien) etwas anderes sagen sollte. Aber wer glaubt schon daran …

Budapest City

Die Donau teilt Budapest in Buda und Pest.
Nach circa 1h ging’s schon in den Landeanflug auf Budapest. Fix, 11:30 Uhr in Budapest. Gute Zeit. Wenn da nicht, der Touristinformationsschalter gewesen wäre - wo man auch die Zugtickts ins Zentrum bekommt. Denn jeder Passagier aus unserem Flieger stand da nun jetzt an, und ließ sich in Sachen Sightseeing, Budapest Cards und sonstigem ausführlich und vor allem langwierig unterrichten. Und ich wollte doch nur ein Ticket! Also stand ich da nunmehr länger, als der Flug gedauert hatte!
14 Uhr war ich dann im Hotel. Direkt im Zentrum, gegenüber vom Budapest Royal. Schick, sauber und mit schnellem Internet. Kurz geskypet mit der Familie in Düsseldorf, die ja am Abend nachfolgen sollte. Ja, ich würde sie am Flughafen abholen kommen, auch wenn sie am Terminal 2 ankommen, welches vom Zentrum aus schwieriger und nicht direkt per Zug erreichbar sein sollte …

Hellblauer Himmel über Budapest …

… aber die Vorhersagen für den kommenden tag ließen Regen und Kälte erwarten.
Aber erst einmal Sightseeing. Einmal Budapest in 4h. Per Fuß: Zentrum, Haupstraßen, Donau, Brücken. 2 Tage vor dem Marathon wollte ich nicht zu viel ablaufen - am Ende wurden es dann doch so 7-10 km. Vorerst. Denn es sollten noch mehr werden … Zurück im Hotel war ich dann dermaßen KO, dass ich beinahe und am Liebsten eingeschlafen wäre. Aber ich musste ja zum Terminal 2. Nicht, dass man dort vergebends auf mich wartete …
Also wieder per Fuß zum Westbahnhof - Ticket zu Flughafen Terminal 1. Am Terminal 1 dann den Bus zum Terminal 2. Der bräuchte dafür aber 30 min. Zu lange. Ich kannte meinen Vater und der würde am Terminal 2 definitiv nicht warten … Also meine letzten Forints zusammengekratzt und per teurem Taxi die 6 km zwischen den beiden Terminals zurückgelegt.

Einmal quer durch Budapest.

Und wieder zurück.
20:30 Uhr sollten sie aus München kommend gelandet sein. 20:45 Uhr war ich am Terminal 2. Genau richtig, denn früher is man eh’ nicht aus der Maschine - zum Gate rollen, auf die Koffer warten etc.

LH aus München.
Nun, die Maschine landete schon 20:15 Uhr und das Gepäck war schneller draußen, als gedacht. Und man sah wohl wenig Anlass auf mich warten zu müssen. Könnte ja sein, dass ich nicht käme. Wieso also unnötig warten! Also nahmen Vater und Schwester gemütlich ein Taxis ins Zentrum.
Und ich wartete Stunden.
Gegen 22:00 Uhr dämmerte mir, dass da kein Familienmitglied mehr aus dem Gate käme. Geld hatte ich auch keins mehr - ein außerplanmäßiges Taxi und die Gewissheit, dass ich mit dem Rest der Familie zurückfahre ließen mich nur eingige Forints mitnehmen und selbige alsbald schrumpfen.
Mitten in der Nacht - im Nirgendwo - ohne Geld und der aufkommenden Gewissheit, dass Vater und Schwester gemütlich sich haben per Taxi direkt ins Zentrum kutschieren lassen ohne auf mich zu warten - währendgegen ich 2h Stunden per Bahn, Taxis und zu Fuß mich auf den Weg zum Terminal 2 machte, um dort eine weitere Stunde zu warten, ließen ein kleines, ein klitzekleinesbisschen Wutgefühl entstehen.
Aber ich liebe ja Herausforderungen. 36h vor einem Marathon erst Recht. Also, was blieb mir übrig? Ohne Geld und Ahnung, wo ich war?
Schwarzfahren. Per Bus zur nächsten, äußerst entlegenen Metrostation um Südosten. Vor Dort aus bis zur nächsten Metro. Umsteigen. Noch einmal Metro. Aussteigen. Dass ich dann des Nachts im Zentrum noch verlief und entgegengesetzt der Richtung unseres Hotels lief, machte dann auch nicht mehr viel aus. Gegen 00:00 Uhr und weiteren 5h auf den Beinen kam ich dann im Hotel an, wo Schwester und Vater gemütlich dinierten und fragten, wo ich denn gewesen sei …
to be continued … zum Teil 2: The Weather.
Filed under Marathon, Unterwegs mit Herrn S. |6 Responses to “Budapest Marathon - Report 1/3: The Arrival.”
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…und ich dachte immer, nur meine Family wäre so :-)
Haste so ‘ne Family, brauchste keine Feinde mehr … ^^
[...] Schlaf vor einem Marathon ist jener in der zweiten Nacht davor. Kaum verwunderlich, dass ich nach all dem in selbiger so gut wie nicht geschlafen habe. Auf ganze 2h im Morgengrauen bin ich [...]
[...] dahin, könnt Ihr ja noch mal Teil 1 und 2 lesen ^^ Share and [...]
[...] Zielzeit ist jetzt unwichtig, was zählt ist das Durchkommen - bei den Vorraussetzungen (siehe Teil 1 und 2) fast ein [...]
[...] 1: The Arrival Teil 2: The Weather Teil 3: The [...]