Alkoholfrei in Ilmenau!
Statt sich um Neonazis und Burschenschaften zu kümmern, verbietet der Ilmenauer Oberbürgermeister seinen Bürger zukünftig ihr Feierabendbier im Freien zu genießen.
Wer gegen den Erlass des Oberbürgermeisters verstößt, kann mit bis zu 5.000 Euro bestraft werden. Mit den drakonischen Geldbußen will Ilmenaus Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber (CDU) die Zunahme “erheblicher Belästigungen der Allgemeinheit durch den Alkoholkonsum und den damit verbundenen Begleiterscheinungen auf öffentlichen Plätzen” stoppen.
Ich frage mich indes, was dann aus den HartzIV Cliquen am Kaufland, Pennymarkt und Rathaus wird? Wo sollen die denn zukünftig ihrer Freizeitbeschäftigung nachgehen? Wieder einmal beschützt Ilmenau damit die Richtigen: Denn Neonazis und Burschenschafter haben ja ihr Blaues Wunder und ihr Burschenschaftshaus zum Saufen.
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12 Responses to “Alkoholfrei in Ilmenau!”
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Ja, aber zur Verteidigung dieses Gesetzes, ich denke viele Ilmenauer Bürger, die in Stadtnähe wohnen (dazu gehöre auch ich) sind froh darüber. Hier am Wetzlarer Platz (gleich nebenan bei mir), lungern seit Monaten teilweise wirklich große Gruppen von Punks rum, meist den halben Tag bis in die Nacht, pöbeln rum, sind nicht gerade leise (auch nachts nicht), haben ihre Hunde nicht angeleint, vermüllen den ganzen Platz da und haben auch schon den ein oder anderen Passanten verbal angegriffen. Und nachdem schon einiges versucht wurde, sie da weg zu bekommen (auch durch die soziale Einrichtung in der Alten Försterei, die sie mehrmals versucht hat bei sich einzubinden), ist das glaub ich der letzte Ausweg für die Stadt gewesen, so ein gesetz zu erlassen. Und ich persönlich bin froh darüber.
Punks in Ilmenau, da gibts doch nur Rechte Burschenschaftler?
Schwache Ferndiagnose!
Als ich diese Nachricht das erste Mal las kam mir genau dein erster Satz in den Sinn - Traurig aber wahr :(
ich war 3 jahre anwohner am wetzlarer platz, und kann sagen, dass dieser erlass eine wirkliche erleichterung fuer alle dor wohnenden buerger ist.
es ist nicht erst seit einem halben jahr so, dass dort besoffene rumlunger, gröhlen, flaschen werfen etc. in den sommerferien ist es dort fast jeden abend so, sonst am wochenende.
als die alte försterei noch dem kuko gehört hat und dort regelmässig partys stattfanden, waren es im uebrigen auch oft genug nervende studenten (zumeist rauchende, wegen des rauchverbotes drinnen). besonders, wenn man am nächsten tag ne pruefung hatte war das total störend.
es stellt sich natuerlich die frage, ob ein totalverbot des öffentlichen alkoholkonsums in der ganzen stadt wirklich die richtige massnahme ist. die stadt sollte vielleicht räume schaffen, wo sich jugendliche treffen können. aber unabhängig davon, finde ich es gut, alkohol in manchen bereichen der stadt zu verbieten.
in meiner heimatstadt wiesbaden haben sie es zb. in gewissen bereichen der stadt verboten, wo obdachlose ueberhand nahmen und ganze geschäftsstrassen pleite gingen, weil sich die ängstlichen omis nicht mehr dorthin getraut haben.
die massnahmen zur reintegration der betroffenen haben sie natuerlich nicht erweitert. naja, aber das ist wohl in wiesbaden und ilmenau gleich. wegschicken kann man schnell, wirklich helfen eher nicht.
Die Grundsatzfrage lautet doch: Will ich die Freiheitsrechte Aller beschneiden, damit ich wenige schützen kann?
Ähnlich - und im großem Stile - sieht das wohl auch G.W. Bush.
da sich am wetzlarer platz, der fest in der hand der aufständigen punker und linksextremen ist, vor denen selbst die kreuzberger antifa respekt hätte, kein “anständiger buerger” niederlassen wuerde, ist die beschneidung des rechts dort alkohol zu trinken eigentlich nicht vorhanden.
eine randnotiz:
die dort saufenden punker urinieren uebrigens regelmässig an das mahnmal fuer die ilmenauer opfer des NS. vielleicht sind sie ja nazi punker? hat darueber schon mal jemand nachgedacht? aber das tut nix zur sache.
da aber fast jeder erlass oder fast jedes gesetz einen eingriff in meine freiheitsrechte darstellt, (wie z.b. der erlass nicht vor meiner tuere parken zu duerfen, auch ein eingriff in mein recht auf freies parken ist) wäre der fall, auf dem wetzlarer platz nicht mehr trinken zu duerfen ein vergleichbar geringer eingriff. es trinkt dort wie gesagt eh kein normaler mensch. aus angst vor den nazi punkern. oder aus angst davor fuer einen gehalten zu werden. fuer einen punker, nicht fuer einen nazi, vermutlich. oder so.
die komplette stadt allerdings zur alkoholfreien zone zu erklären verbietet es jedem studenten an den teichen sein bier zum grill zu haben und jeder familie im stadtpark zu picknicken und dazu ein glas rotwein zu trinken. aussenflächen von restaurants werden wohl nicht betroffen sein. das totalverbot in der ganzen stadt ist somit sicherlich eine uebertriebene massnahme.
mit einem gezielten verbot in gewissen bereichen könnten vermutlich alle leben.
und ganz nebenbei hat die polizei auch heute schon die möglichkeit platzverweise auszusprechen, wenn menschen randalieren oder zu laut sind etc. wuerden sie das konsequenter machen, könnte man sich das ganze verbot vermutlich sparen. ruft man allerdings die polizei wegen den nazipunks, was ich 3 mal, jeweils spät abends, in der drueckend heissen ilmenauer somemrnacht vor einer pruefung getan habe, kommen sie meist garnicht. (2 von 3 mal)
eben, eine völlig unüberlegt und überzogene maßnahme. aber das kennen wir ja aus ilmenau, nicht wahr herr rektor?
“Die Grundsatzfrage lautet doch: Will ich die Freiheitsrechte Aller beschneiden, damit ich wenige schützen kann?”
Hätte nicht gedacht das ich das zu dir nochmal schreib aber 100% zustimm..
Was haben den Burschenschaften mit den Punks zu tun, sind die Burschenschaften etwa die Auslöser des Verbots?
Wenn nein: Warum also die Stichelei?
[...] hätte man auch in Ilmenau jemanden Fragen sollen, der sich damit auskennt … Share and [...]
Ich finde es richtig das diesen “Voll”-Kernis endlich ein Verbot auferlegt wurde. Es ist eine Zumutung für jeden Ort, wenn diese Hartz 4er auch noch in der Öffentlichkeit Ihr asoziales Verhalten ausleben können.
Hinzu kommt das Ärgernis der Verschmutzung die hinterlassen wird. Dieses Gesocks schert sich überhaupt nicht um städtisches Eigentum.
Das faule Pack macht keinen Handschlag, kassiert Geld vom Staat und schreit noch
“Deutschland verrecke”
Wenn ich morgens um 4 Uhr aufstehen gehen diese
Volltrottel gerade heim und grinsen mich noch blöde an. Diese Leute dürften keinen Cent mehr bekommen.
Und was das braune Pack in Ilmenau betrifft:
Viele von dieser Sorte sind nicht besser.
Mit solchen Dummköpfen sollte genauso verfahren
werden.